Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will Anfang des kommenden Jahres Initiativen in der Migrations- und Sicherheitspolitik anschieben. "Neben der Klausurtagung des neu gewählten Bundesvorstands im Januar will ich ein 'Werkstattgespräch' zum Thema Migration und Sicherheit mit Experten und auch Kritikern der Migrations- und Flüchtlingspolitik einberufen", sagte Kramp-Karrenbauer der Bild am Sonntag.

Bei der Diskussion sollten dann mögliche Verbesserungen erarbeitet werden, sagte die neue Parteichefin: "Unser Programm für die Europawahl wird unter anderem auf diesen Ergebnissen aufbauen."

Die neue CDU-Chefin will nicht in allen Punkten die Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel fortsetzen. Sie werde der Kanzlerin widersprechen, wo es im Interesse der Partei notwendig sei, sagte Kramp-Karrenbauer in der ARD. "Das, was gut ist, wird fortgeführt, und dort, wo es etwas zu ändern gibt, werden wir es ändern."

Die neue Parteivorsitzende sagte außerdem, dass sie selbst und ihre bei der Wahl unterlegenen Mitbewerber Friedrich Merz und Jens Spahn eine Spaltung der Partei verhindern müssen. "Wir drei Kandidaten waren uns immer einig, dass jeder von uns Verantwortung dafür trägt, dass die Partei nach dieser Entscheidung zusammenhält."