Vor der japanischen Küste sind zwei US-Militärflugzeuge bei einem Trainingsflug zusammengeprallt. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums kollidierte ein F-18-Kampfjet mit einem Tankflugzeug vom Typ C-130, als der Kampfjet aufgetankt werden sollte. Japan beteiligte sich mit vier Flugzeugen und drei Schiffen an der Suche nach den US-Soldaten. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Die beiden Flugzeuge waren vom US-Stützpunkt im südjapanischen Iwakuni gestartet. Vom Verteidigungsministerium in Tokio hieß es, die Kampfflugzeuge seien mitten in der Luft zusammengeprallt und rund 100 Kilometer südlich von Kap Muroto auf der Insel Shikoku ins Meer gestürzt.

US-Medienberichten zufolge befanden sich an Bord des Kampfjets zwei Besatzungsmitglieder, an Bord des Tankflugzeugs fünf. Eine Armeesprecherin sagte, ein Soldat sei lebend und im stabilen Zustand aus dem Meer gerettet worden. Der Such- und Rettungseinsatz für die sechs anderen Soldaten dauere noch an.

Schon in der Vergangenheit hatte es eine Reihe von Unfällen rund um das US-Militär in und vor Japan gegeben. Erst im November stürzte ein Kampfjet der Marine vor der Insel Okinawa ins Meer, die zwei Piloten konnten gerettet werden. Mitte Oktober verunglückte ein Helikopter des Flugzeugträgers USS Ronald Reagan vor der Philippinensee kurz nach dem Start. Mehr als 50.000 US-Soldaten sind im Rahmen eines bilateralen Sicherheitspakts in Japan stationiert.