Die US-Regierung hat gegen drei weitere Mitglieder der Führung Nordkoreas Sanktionen verhängt, unter anderem wegen Zensur und Verstößen gegen Menschenrechte. Die Personen hätten die brutale staatlich verordnete Zensur vollstreckt und Menschenrechtsverstöße begangen, heißt es in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums. Ziel sei es, die eigene Bevölkerung zu kontrollieren und zu unterdrücken.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, die in Nordkorea verübten Menschenrechtsverletzungen gehörten weiterhin zu "den schlimmsten in der Welt". Zu den von ihm aufgelisteten Verstößen zählen Hinrichtungen ohne Prozess, Folter, Zwangsarbeit, Vergewaltigungen und erzwungene Schwangerschaftsabbrüche.

Die neu sanktionierten Personen stehen demnach Institutionen in Regierung und Arbeiterpartei vor, die ohnehin bereits Sanktionen unterliegen. Betroffen sind der Minister für Staatssicherheit, Jong Kyong Thaek, der Direktor der Abteilung für Propaganda und Agitation der Arbeiterpartei, Pak Kwang Ho, und der Direktor der Abteilung für Organisation und Lenkung, Choe Ryong Hae. Im Zuge der Sanktionen werden mögliche Konten und andere Vermögenswerte der drei Regierungsmitglieder gesperrt. Zudem werden US-Bürgern und US-Unternehmen alle Transaktionen mit ihnen untersagt.

Die USA und der UN-Sicherheitsrat haben wegen des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms weitreichende Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Das Land testet aber weiterhin immer wieder Raketen und verstößt damit gegen UN-Resolutionen. Bei einem historischen Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump Anfang Juni hatte der nordkoreanische Machthaber Kim zwar zugesagt, sein Land atomwaffenfrei zu machen. Ein Zeitplan wurde jedoch nicht genannt. Kritiker bezeichneten die Vereinbarungen als zu vage

Im November hatte das nordkoreanische Regime zudem angekündigt, die Entwicklung atomarer Waffen wieder aufnehmen zu wollen, sollten die USA ihre Wirtschaftssanktionen gegen das Land nicht aufheben.