Die britischen und französischen Behörden haben im Verlauf zweier Tage 43 Bootsflüchtlinge aus dem Ärmelkanal gerettet. Am ersten Weihnachtstag seien fünf kleine Boote mit insgesamt 40 Insassen aus dem Irak, dem Iran und Afghanistan entdeckt worden, teilte das britische Innenministerium mit. Am Mittwochmorgen sei ein weiteres Boot mit drei Migranten an Bord gestoppt worden.

Es gebe Beweise, dass kriminelle Banden hinter diesen Versuchen der illegalen Einwanderung stünden, hieß es aus dem Innenministerium. "Wir arbeiten eng mit den Franzosen und Strafverfolgungspartnern zusammen, um diese Banden zu verfolgen, die verletzliche Menschen ausbeuten und Leben aufs Spiel setzen." Alle Migranten wurden den britischen Behörden übergeben.

Seit Oktober ist die Zahl der Migrantinnen und Migranten, die von Frankreich aus den Ärmelkanal zu überqueren versuchen, stark angestiegen. Die Überfahrt ist unter anderem wegen des Schiffsverkehrs in dem Gewässer, starker Strömungen und niedriger Temperaturen gefährlich. In den vergangenen Jahren hatten Geflüchtete zumeist versucht, in Lastwagen von Frankreich durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen.