Die Friedensgespräche zwischen der jemenitischen Regierung und den Huthi-Rebellen werden am Donnerstag beginnen. Das Büro des UN-Sondergesandten Martin Griffiths bestätigte den Termin für die Verhandlungen. Auch das schwedische Außenministerium bestätigte den Beginn der Konferenz, die in der Nähe von Stockholm stattfinden soll.

Die Delegationen der international anerkannten Regierung und der schiitischen Huthi-Rebellen sind bereits in Schweden eingetroffen. In der Vergangenheit waren alle Bemühungen um eine Lösung des mehr als vierjährigen Konflikts gescheitert: 2016 waren Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Huthi-Rebellen nach mehr als hundert Verhandlungstagen ohne Ergebnis geblieben.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg, in dem nach UN-Angaben bereits etwa 10.000 Menschen getötet wurden, unter ihnen Tausende Zivilisten. Weil der Jemen traditionell einen Großteil seiner Lebensmittel importiert und durch den Krieg die Versorgung nicht mehr gedeckt ist, herrscht im Land außerdem eine Hungersnot. Sie könnte UN-Angaben bald 14 Millionen Menschen betreffen. Das sei rund die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock Ende Oktober vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.

Das Nachbarland Saudi-Arabien ist mit der Regierung verbündet und bombardiert gemeinsam mit einer Koalition Stellungen der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen.