US-Präsident Donald Trump hat mit einer Schließung der Grenze zu Mexiko gedroht, sollte das von ihm geforderte Budget für den Bau einer Grenzmauer nicht bewilligt werden. "Wir werden gezwungen sein, die Südgrenze komplett zu schließen, wenn uns die destruktiven Demokraten nicht das Geld für die Vollendung der Mauer geben", schrieb Trump auf Twitter.

Im Streit um den US-Haushalt lehnen die oppositionellen Demokraten Trumps Milliardenforderung bezüglich der Mauer, die im Budget enthalten ist, bisher ab. Der Konflikt zwischen Regierung und Kongress hat bereits zu einer Haushaltssperre und zur Schließung zahlreicher Bundesbehörden geführt hat – dem sogenannten Shutdown. Der Bau der Mauer war eines von Trumps zentralen Wahlkampfversprechen. Auf diese Weise will der Präsident illegale Einwanderung und Kriminalität bekämpfen.

In einer weiteren Twitter-Mitteilung von Trump hieß es, den USA gingen durch den Handel mit Mexiko jedes Jahr rund 75 Milliarden Dollar verloren. Dabei sei das "Geld aus dem Drogenhandel" noch nicht "mitgerechnet". Die Schließung der mexikanischen Grenze sei daher eine "gewinnbringende Operation". Erst vor Kurzem hatten die USA mit Mexiko ein neues Freihandelsabkommen unterzeichnet.

Im November hatte Trump schon einmal gedroht, die Grenze zu Mexiko komplett zu schließen. Wenige Tage später schlossen die US-Behörden kurzzeitig einen Grenzübergang zwischen der mexikanischen Stadt Tijuana und dem kalifornischen San Diego. Anlass war der Versuch Hunderter Migranten, die Grenze zu überqueren.

Die Haushaltssperre in den USA wird voraussichtlich bis ins neue Jahr dauern: Die erste Sitzung des US-Senats nach der Weihnachtspause war am Donnerstag vertagt worden. Erst am Mittwoch, dem 2. Januar, soll wieder verhandelt werden.

US-Haushalt - »Ich bin stolz darauf, die Regierung lahmzulegen« Donald Trump hat sich im Oval Office mit den führenden Demokraten getroffen, um über den US-Haushalt zu sprechen. Doch es kam zum Streit, wie unser Video zeigt.