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Jurik Caspar Iser
Theresa Mays Brexit-Abkommen lehnte das Parlament am Dienstag noch ab, ihrer Regierung sprachen die Abgeordneten am Tag darauf trotzdem das Vertrauen aus. Die Premierministerin und ihr Kabinett bleiben im Amt. Eine Mehrheit von 325 zu 306 der Abgeordneten stimmte für Mays Regierung.

Die Premierministerin kündigte an, sie wolle umgehend Gespräche mit Oppositionspolitikern über den Brexit-Kurs beginnen und sich weiter für einen Austritt aus der EU einsetzen. May muss dem Parlament bis Montag einen neuen Plan zum Ausstieg aus der EU vorlegen.

Mehrere Szenarien sind möglich: May könnte versuchen, weitere Zugeständnisse der EU zu erreichen und das Abkommen dann erneut zur Abstimmung stellen. Denkbar ist auch die Forderung nach einer Verschiebung des Austrittsdatums. Andernfalls folgt ein ungeordneter Brexit am 29. März.

Offen ist, wie Labour auf das gescheiterte Misstrauensvotum reagieren wird. Eine Gruppe der Labour-Abgeordneten will, dass sich der Parteivorsitzende Jeremy Corbyn hinter die Forderung nach einem zweiten Brexit-Referendum stellt. Corbyn hatte angekündigt, diese Option zu erwägen, sollte sich eine Neuwahl als unmöglich herausstellen.

Der Labour-Chef hatte den Misstrauensantrag gegen May nach der gescheiterten Abstimmung über den Brexit-Vertrag eingereicht. Damit musste sich zum ersten Mal seit 26 Jahren eine britische Regierung einem Misstrauensvotum stellen. Die nordirische Partei DUP, die Mays Minderheitsregierung unterstützt, sowie Abgeordnete der Konservativen hatte bereits frühzeitig angekündigt, anders als bei der Abstimmung über das Abkommen mit der EU für May zu stimmen.

Damit schließen wir dieses Liveblog.
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Julia Klaus
Hat Labour etwa zu früh an Neuwahlen geglaubt? Das Video, das die Partei am Mittwochmorgen, dem Tag des Misstrauensvotums, gepostet hat, erweckt ein bisschen den Anschein. Es soll zeigen, wie Labour Großbritannien regieren würde. 

Auch Jeremy Corbyn, der Vorsitzende, teilte das Video nur wenige Stunden vor der Abstimmung im Parlament. Corbyn hatte das Votum am Dienstagabend eingereicht. Er will Neuwahlen.
Jurik Caspar Iser
Ein Sprecher der oppositionellen Labour-Partei hat sich trotz des gescheiterten Misstrauensvotums gegen Theresa Mays Regierung erneut für Neuwahlen ausgesprochen. Die Partei glaube weiter, dass dies die beste Option sei. Zugleich sehe Labour keine Chance, dass Mays Brexit-Vertrag doch noch eine Mehrheit im Parlament finden könnte.
Julia Klaus
Das britische Parlament hat der Regierung um Theresa May knapp das Vertrauen ausgesprochen.

Der Antrag lautete: "Dieses Parlament hat kein Vertrauen mehr in die Regierung."

Gegen den Antrag stimmten 325 Abgeordnete, davon 314 Konservative aus Mays Partei, die zehn Abgeordneten der DUP und ein unabhängiger Abgeordneter.

Für den Antrag stimmten 306 Abgeordnete, darunter 251 Labour-Abgeordnete, 35 der  Scottish National Party, 11 Abgeordnete der Liberal Democrats, vier von Plaid Cymru, vier Unabhängige und ein Abgeordneter der Green Party.
Jurik Caspar Iser
Theresa May sagte nach der Abstimmung, sie werde weiter daran arbeiten, den Willen des britischen Volkes umzusetzen, also die Europäische Union zu verlassen. Das Parlament habe ihr das Vertrauen ausgesprochen. Sie sei bereit, dafür mit jedem im Parlament zusammenzuarbeiten.

May kündigte an, noch am Abend mit den Vorsitzenden der oppositionellen Parteien zusammenkommen zu wollen, um eine Lösung für den Austritt zu finden. "Ich glaube, dass alle in diesem Haus sich dazu verpflichtet fühlen, die EU zu verlassen", sagte May. Bis Montag wolle sie einen Plan B vorlegen, wie Großbritannien Ende März doch noch ein geregelter Austritt aus der Europäischen Union gelingen kann.

Labour-Chef Jeremy Corbyn forderte anschließend, die Regierung müsse nun alles dafür tun, einen Brexit ohne Abkommen zu verhindern. Corbyn kündigte an, erst mit May reden zu wollen, wenn sie einen Austritt ohne Abkommen ausschließt.
 

Ich bin bereit, mit jedem Mitglied des Hauses zusammenzuarbeiten.

Theresa May, britische Premierministerin
Julia Klaus
Die britische Regierung um Premierministerin Theresa May hat das Misstrauensvotum gewonnen.

325 Abgeordnete im Parlament sprachen der Regierung bei der Abstimmung das Vertrauen aus, 306 stimmten dagegen.

Damit bleiben Theresa May und ihre Ministerinnen und Minister im Amt.

Das Misstrauensvotum war gestern Abend von Labour-Chef Jeremy Corbyn eingereicht worden, nachdem das Parlament Mays Brexit-Abkommen abgelehnt hatte.
Julia Klaus
Das britische Parlament beginnt mit dem Misstrauensvotum gegen die Regierung. Die Abgeordneten verlassen nun den Sitzungssaal, um abzustimmen. In wenigen Minuten wird das Ergebnis bekannt sein.

Der Antrag, dem die Parlamentarier zustimmen oder den sie ablehnen sollen, besagt lediglich: "That this House has no confidence in Her Majesty’s government." Also dass das britische Parlament kein Vertrauen in die Regierung hat.
Julia Klaus
Die britische Premierministerin Theresa May hat das Parlament betreten und hört sich die Debatte der Abgeordneten an. Um 20 Uhr Mitteleuropäischer Zeit soll das Misstrauensvotum beginnen.
Julia Klaus
Bild: Leon Neal/Getty Images
Bild: Leon Neal/Getty Images  
Die Parteivorsitzende der nordirischen DUP, Arlene Foster, hat nach einem Treffen mit Theresa May bekräftigt, dass ihre Partei die Regierung bei der Abstimmung heute Abend unterstützen werde. Das berichteten BBC und Guardian. Bereits gestern hatte die DUP angekündigt, für die Premierministerin stimmen zu wollen.

Die DUP wolle im Interesse des Landes handeln und sich in den kommenden Tagen um die Herausforderungen kümmern, sagte Foster.
Julia Klaus
Den ganzen Tag über hat das Parlament bereits debattiert, am Abend (20 Uhr MEZ) sollen die Abgeordneten dann über den Misstrauensantrag gegen Theresa May abstimmen. Der US-Sender CNN zeigt in einer Grafik, wie es danach weitergeht.

Spricht das Parlament der Regierung von Theresa May das Vertrauen aus, gibt es keine Neuwahlen und May und ihre Ministerinnen und Minister bleiben im Amt.
Verliert die Regierung heute das Votum, haben die Parteien zwei Wochen Zeit, eine neue Regierung zu bilden, und die Abgeordneten die Möglichkeit, der aktuellen Regierung erneut das Vertrauen auszusprechen. Für beide Szenarien ist eine Abstimmung im Parlament notwendig.

Erst wenn dies nicht gelingt, kann es zu Neuwahlen kommen.
Jaakko Kacsóh
"Wir sind gespalten, so wie Berlin es war"
Auch Briten in Berlin sorgen sich um einen möglichen harten Brexit. Eine Ladenbesitzerin und eine Anwältin für EU-Recht erzählen.