Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah hat den Rücktritt seiner Regierung eingereicht. Er übergab ein entsprechendes Gesuch an Präsident Mahmud Abbas, wie das Kabinett in Ramallah mitteilte. Abbas muss den Schritt akzeptieren. Er äußerte sich zunächst nicht.

Abbas bemüht sich schon seit einer Weile um die Bildung einer neuen Koalitionsregierung. In der Nacht zu Sonntag empfahl das Zentralkomitee seiner Fatah-Partei, eine neue Regierung aus Fraktionen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) zu formen.

Posten für Kandidaten der radikalislamischen Hamas sind darin nicht mehr vorgesehen. In der aktuellen Regierung hat die Hamas mehrere Ämter inne, die allerdings unbesetzt blieben.

Damit enden offiziell die Bemühungen um eine Versöhnung der im Westjordanland dominierenden Fatah-Partei mit der Hamas, die seit 2007 den Gazastreifen beherrscht. 2017 hatten beide Parteien in Ramallah nach mehr als zehnjährigem Streit eine Versöhnung vereinbart. Die Hamas hatte zugestimmt, die Kontrolle über den Gazastreifen abzugeben. Der Plan scheiterte wegen Auseinandersetzungen über die Machtaufteilung und der Politik zu Israel. Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.