Die chinesische Führung hat ihren Anspruch auf das Südchinesische Meer bekräftigt. Man habe das Recht, alle Maßnahmen zu ergreifen, um seine weit vom chinesischen Festland entfernten aufgeschütteten künstlichen Inseln zu schützen, teilte ein Verteter der Marineakademie mit. "Wenn unser Personal auf den Inseln und in den Einrichtungen in der Zukunft bedroht werden sollte, werden wir notwendigerweise Maßnahmen ergreifen, um unsere Verteidigungsfähigkeiten zu erhöhen." Damit erhebt China weiterhin Anspruch auf praktisch das gesamte Südchinesische Meer.

China hat im Gebiet der Spratly-Inseln sieben Riffe mit Beton und Sand zu künstlichen Inseln erweitert, zum Teil mit Flugplätzen. Die Inseln werden auch von fünf anderen Anrainerstaaten beansprucht. Zhang warf den USA vor, die chinesischen Hoheitsrechte in der Region zu ignorieren, indem US-Kriegsschiffe immer wieder nahe an den künstlichen Inseln vorbeiführen.   

Die USA haben bisher keinen Zweifel daran gelassen, dass sie die Freiheit der Schifffahrt im Südchinesischen Meer notfalls auch militärisch durchsetzen würden. Das US-Verteidigungsministerium hat zudem erklärt, dass China sich nicht an das von Präsident Xi Jinping 2015 gegebene Versprechen halte, die künstlichen Inseln nicht weiter auszubauen.  

Der chinesische Generalleutnant He Sei sagte, das chinesische Militär erwäge die Errichtung weiterer Militärstützpunkte im Ausland, in erster Linie, um chinesische Beteiligungen an UN-Friedensmissionen zu unterstützen. 2017 hatte China am Horn von Afrika, in Dschibuti, seinen ersten Militärstützpunkt im Ausland errichtet. Die USA, Japan und mehrere europäische Staaten sind dort bereits präsent gewesen, um den internationalen Schiffsverkehr im Golf von Aden vor Piraten zu schützen.