Hochrangige Vertreter der US-Demokraten haben neue Untersuchungen gegen die Deutsche Bank eingeleitet. Die Vorsitzenden des Finanzausschusses und des Geheimdienstkomitees arbeiteten gemeinsam an einer Überprüfung der Geschäfte zwischen der Bank, dem US-Präsidenten und dessen Umfeld, berichtete die US-Zeitung Politico.

Die Deutsche Bank bestätigte die Anfrage der Demokraten. "Die Bank steht im konstruktiven Dialog mit diesen Komitees, um diese bei ihren Aufsichtsfunktionen bestmöglich zu unterstützen", sagte ein Sprecher in Frankfurt. Die Bank wolle alle benötigten Informationen zur Verfügung stellen.

Abgeordnete der Demokraten fordern schon lange eine Untersuchung der Geschäfte zwischen Trump und der Deutschen Bank sowie möglicher Verbindungen nach Russland. Bislang gewannen sie dafür jedoch nicht die nötige Mehrheit, da Trumps Republikaner den Senat und das Repräsentantenhaus kontrollierten. Letzteres hat sich mit den Zwischenwahlen geändert.

Verbindungen zu Russland sollen untersucht werden

Die Deutsche Bank galt zeitweise als Trumps Hausbank und gewährte ihm vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite. Dies soll in einer Zeit geschehen sein, in der viele andere Geldinstitute dies ablehnten, nachdem der heutige US-Präsident einige Pleiten erlitten hatte.

Die Demokraten wollen wegen der Russland-Affäre außerdem eine mögliche Verbindung Trumps zu einem russischen Schwarzgeldskandal untersuchen, in den die Deutsche Bank verwickelt war. Kunden der Bank sollen nach früheren Angaben der US-Behörden zwischen 2011 und 2015 über Moskau, New York und London rund zehn Milliarden Dollar an Schwarzgeld aus Russland gewaschen haben. Dem Institut wurde vorgeworfen, es wegen damals nicht ausreichender interner Kontrollen über Jahre versäumt zu haben, dies zu unterbinden. Die US-Notenbank Fed verhängte deswegen im Mai 2017 ein Bußgeld in Höhe von 41 Millionen Dollar gegen die Deutsche Bank.