Die Botschafter der 29 Nato-Staaten haben das Beitrittsprotokoll für die künftige Republik Nordmazedonien unterzeichnet. Nun müssen die Bündnispartner das Abkommen auf internationaler Ebene ratifizieren. Spätestens 2020 dürfte der Balkanstaat dann das 30. Mitglied der Militärallianz werden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach von einem "historischen Ereignis".

Der Beitritt zur Nato wird möglich, weil sich das Land nach einem jahrelangen Streit mit Griechenland bereit erklärt hat, seinen Namen von Mazedonien in Nordmazedonien zu ändern. Die Regierung in Athen hatte dies gefordert, weil auch eine nordgriechische Provinz Mazedonien heißt und Gebietsansprüche befürchtet wurden. 

Sobald Griechenland den Vertrag zur Nato-Aufnahme Nordmazedoniens unterzeichnet hat, soll die Namensänderung in Kraft treten. Für Nordmazedoniens Außenminister Nikola Dimitrow sei die Umbenennung nur eine Frage von Tagen. Dimitrow würdigte die Führungsstärke des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras, da dieser die Einigung im Namensstreit erst möglich gemacht habe.

Der Namensstreit mit Griechenland verhinderte bislang auch einen Beitritt Nordmazedoniens zur Europäischen Union. Seitdem sich jedoch die EU mit der griechischen Regierung einigte, können die Beitrittsgespräche voraussichtlich ab Juni 2019 wieder aufgenommen werden. Bis Nordmazedonien EU-Mitglied wird, dürfte es aber noch Jahre dauern.