Die künftige Republik Nordmazedonien könnte schon 2020 der Nato angehören. Die Mitgliedsländer des Militärbündnisses wollen am Mittwoch das Protokoll zur Aufnahme unterzeichnen, teilte Generalsekretär Jens Stoltenberg auf Twitter mit. "Am 6. Februar werden wir Geschichte schreiben."

Auf der Grundlage dieses Protokolls kann Nordmazedonien bereits im kommenden Jahr als 30. Mitgliedsland der Allianz beitreten. Bislang war dies durch das Nato-Mitglied Griechenland blockiert worden, da sich die beiden Nachbarländer um den Namen der früheren jugoslawischen Teilrepublik stritten.

Das griechische Parlament hatte nun jedoch vor gut einer Woche die Umbenennung des nördlichen Nachbarlandes von Mazedonien in Nordmazedonien akzeptiert. Das mazedonische Parlament akzeptierte die Namensänderung bereits am 11. Januar. Damit endete ein fast drei Jahrzehnte andauernder Namensstreit und auch die Blockade gegen eine Annäherung Mazedoniens an die EU – und die nun bevorstehende Nato-Mitgliedschaft.

Grund für den Namensstreit ist, dass es im Norden Griechenlands auch eine Provinz mit dem Namen Mazedonien gibt. Sie grenzt direkt an den früheren Teil Jugoslawiens an. Der Konflikt der beiden Länder reicht ins Jahr 1991 zurück, als die jugoslawische Republik seine Unabhängigkeit erklärte und für sich den Namen Mazedonien wählte.