Auf der Suche nach einer Lösung für einen geregelten Brexit haben Großbritannien und die Europäische Union erneut keine Einigung erzielt. Ein Treffen von Premierministerin Theresa May mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker endete mit der Ankündigung, dass sich beide noch vor Ende Februar abermals treffen wollten.

Die Gespräche seien konstruktiv verlaufen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. In den nächsten Tagen werde man erneut Bilanz ziehen. Der Zeitplan sei eng und es sei von historischer Bedeutung, "die EU und Großbritannien auf einen Weg hin zu einer tiefen und einzigartigen künftigen Partnerschaft zu führen".

May hofft nach wie vor auf Zugeständnisse der EU, um den Brexit-Vertrag rechtzeitig vor dem für den 29. März angekündigten EU-Austritt ratifiziert zu bekommen. Mitte Januar hatte er im britischen Parlament keine Mehrheit gefunden. May will das Abkommen nun nachbessern, was die EU aber ablehnt.

Vor Mays Treffen mit Juncker waren drei Parlamentarierinnen aus Protest gegen May aus der Konservativen Partei ausgetreten und hatten sich der neuen Unabhängigen Gruppe im Unterhaus angeschlossen. Der Streit um den Brexit habe die Partei verändert und "alle Bemühungen um ihre Modernisierung zunichtegemacht", teilten sie mit.