Senegals Präsident Macky Sall ist im Amt bestätigt worden. Bei der Präsidentschaftswahl am vergangenen Sonntag erhielt der 56-Jährige laut vorläufigem Endergebnis 58 Prozent der Stimmen, wie die nationale Wahlkommission mitteilte. Sein größter Konkurrent, der ehemalige Ministerpräsident Idrissa Seck, kam auf 20,5 Prozent. Der Kandidat Ousmane Sonko erreichte 16 Prozent. Eine Stichwahl ist damit nicht erforderlich.

Sall ist seit 2012 Staatschef des Senegal, zuvor war der ehemalige Geologe unter anderem Premierminister unter Präsident Abdoulaye Wade. Während seiner ersten Amtszeit trieb Sall die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur voran. Im vergangenen August versprach er zudem bei einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, stärker gegen illegale Migration vorzugehen. Kritiker werfen Sall vor, die Themen Gesundheitsfürsorge und Bildung zu vernachlässigen.

Im Senegal waren 6,7 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Das mehrheitlich muslimische Land gilt als Vorbild für Stabilität in Westafrika. Die Wirtschaft im Senegal wächst. Islamistische Terroranschläge hatte es zuletzt vergleichsweise wenig gegeben.