Nach der Kritik von Thailands König Maha Vajiralongkorn tritt Prinzessin Ubolratana doch nicht bei der Parlamentswahl im März 2019 an. Der König hatte die Kandidatur seiner älteren Schwester am Freitag als "unangemessen und verfassungswidrig" kritisiert. Ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Politik zu bringen, sei "gegen die königlichen Traditionen und die Kultur der Nation", hieß es in einer Erklärung. Die Monarchie stehe über der Politik.

Die Kandidatur von Prinzessin Ubolratana für die Partei Thai Raksa Chart hatte im Land Aufsehen erregt. Die 67-Jährige wollte als "gemeine Bürgerin" antreten, wie sie auf Instagram schrieb. Thailand hatte seit der Einführung der konstitutionellen Monarchie im Jahr 1932 keinen Premierminister, der dem Königshaus entstammt.

Die ältere Schwester des heutigen Königs hatte vor Jahrzehnten einen US-Bürger geheiratet und auf ihre königlichen Titel verzichtet. Nach ihrer Scheidung kehrte sie in ihre Heimat zurück.