US-Präsident Donald Trump will den ehemaligen Energie-Lobbyisten David Bernhardt zum neuen Innenminister nominieren. Der 49-Jährige habe "seit dem Tag seiner Ankunft (...) einen fantastischen Job gemacht, und wir freuen uns, seine Nominierung offiziell bestätigen zu lassen", schrieb Trump auf Twitter. Bernhardt war unter anderem daran beteiligt, geschützte Gebiete in Alaska für Ölbohrungen freizugeben. Der Senat muss noch über die Personalie abstimmen.

Bernhardt könnte damit auf den umstrittenen ehemaligen Innenminister Ryan Zinke folgen. Zinke war unter anderem wegen der Nutzung von Charterflügen und einem Immobiliengeschäft in die Kritik geraten und Anfang des Jahres von seinem Posten zurückgetreten. Seither führt Bernhardt das Ministerium kommissarisch. In der Vergangenheit war er unter anderem als Lobbyist und Anwalt für mehrere Öl- und Gasunternehmen tätig. Zum ersten Mal arbeitete er unter Präsident George W. Bush für das Innenministerium.

Die Ankündigung löste umgehend Kritik von Umweltschützern aus. Die Organisation Friends of the Earth nannte Bernhardt korrupt und bezeichnete ihn als eine "Marionette" für Firmen, die die Umwelt verschmutzten.

In den USA ist der Innenminister vor allem für die Verwaltung des bundeseigenen Landes zuständig. Das Ministerium entscheidet etwa darüber, ob Naturschutzgebiete ausgewiesen werden, oder ob Energiegewinnung wie Fracking erlaubt ist. Die innere Sicherheit ist Aufgabe des Heimatschutzministeriums.