In Venezuela streiten Präsident Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó um die Macht. Beide Lager mobilisierten zuletzt Zehntausende: Der selbst ernannte Interimspräsident Guaidó rief zum "größten Protestmarsch in der Geschichte Venezuelas und des Kontinents" auf. Dem folgten am Wochenende mehr als 100.000 Menschen in Caracas. “Wir schwören: Wir bleiben auf den Straßen, bis es Freiheit, eine Übergangsregierung und Neuwahlen gibt", kündigte Guaidó an.

Nur fünf Kilometer weiter versammelten sich die Anhängerinnen und Anhänger von Nicolás Maduro. Der Linksnationalist kündigte eine vorgezogene Neuwahl des Parlaments noch in diesem Jahr an. Die Forderung der EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Niederlande und Portugal erfüllte er damit aber ebenso wenig wie die der Opposition. Zudem drohte er der Opposition mit einem Bürgerkrieg.