Militante Palästinenser im Gazastreifen haben Medienberichten zufolge mindestens zwei Raketen auf den Großraum Tel Aviv abgefeuert. In der Stadt und den Vororten waren Warnsirenen und Explosionen zu hören. Die israelische Armee teilte mit, das Raketenabwehrsystem habe keines der Geschosse abgefangen, es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Auch gebe es für Zivilisten keine besonderen Anweisungen. Zuletzt war es im Gazakrieg im Sommer 2014 zu ähnlichen Angriffen auf Tel Aviv gekommen.

In Gaza übernahm keine Gruppe die Verantwortung für den Vorfall. Der Gazastreifen wird von der radikalislamischen Hamas kontrolliert, dort können aber auch andere Gruppen auf ein Raketenarsenal zurückgreifen. Seit Monatsbeginn hatten Palästinenser mehrmals Raketen auf das israelische Grenzgebiet am Rande des Gazastreifens abgefeuert. Israels Luftwaffe bombardierte daraufhin Ziele in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Eine Ende vergangenen Jahres von Ägypten ausgehandelte Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist zunehmend brüchig geworden.

Hamas wird von Israel, den USA und der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.