Bei Kampfhandlungen zwischen Indien und Pakistan sind nach indischen und pakistanischen Angaben mindestens elf Menschen gestorben. Unter den Getöteten waren demnach sieben zivile Opfer.

Im indischen Teil der Konfliktregion seien eine Mutter und ihre beiden Kinder getötet worden, als eine pakistanische Artilleriegranate in ein Haus eingeschlagen habe, teilte ein Sprecher der indischen Polizei mit. Der Vater wurde demzufolge schwer verletzt. 

Der pakistanische Behördensprecher Umar Azam sagte, indische Truppen hätten wiederum Dörfer in Pakistan mit schweren Waffen beschossen. Dabei seien ein Junge und zwei weitere Zivilisten gestorben. Zudem wurde bei einer antiindischen Demonstration in der Nähe des Kampfgebiets in der Region Handwara ein junger Mann erschossen.

Außerdem starben vier Sicherheitskräfte: Bei einem Schusswechsel entlang der Demarkationslinie in der Region Nakiyal wurden nach pakistanischen Angaben zwei pakistanische Soldaten getötet. Der indischen Polizei zufolge starben in einem Gefecht mit propakistanischen Rebellen im indischen Teil zwei Sicherheitskräfte.

Gefechte zwischen Indien und Pakistan

Die Lage in dem Himalayagebiet Kaschmir ist seit einem Anschlag im indischen Teil am 14. Februar, bei dem 40 indische Soldaten getötet wurden, sehr angespannt. Später griffen indische Kampfflugzeuge militante Extremisten im pakistanischen Teil an. Am Tag darauf wurden von der pakistanischen Flugabwehr zwei indische Kampfflugzeuge abgeschossen und einer der Piloten festgenommen. Er wurde später freigelassen – der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan bezeichnete dies als "Geste des Friedens".

Die Region Kaschmir ist zwischen Indien und Pakistan umstritten. In zwei der bisher drei Kriege zwischen den beiden Ländern ging es um die Himalayaregion. Ein Konflikt zwischen Indien und Pakistan gilt als besonders kritisch, da beide Länder Atommächte sind.