US-Präsident Donald Trump hat die Arbeit des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller kritisiert und sich zugleich für eine Veröffentlichung von dessen Abschlussbericht ausgesprochen. "Lassen Sie die Leute den Bericht sehen, wenn sie es wollen", sagte Trump.

Den Abschlussbericht wird Mueller voraussichtlich in Kürze Justizminister Bill Barr übergeben. Dieser ist nicht verpflichtet, ihn zu veröffentlichen. Allerdings ist der Druck auf ihn hoch, es zu tun. Der Senat hatte Barr im Februar zum Justizminister erklärt, nachdem Trump seinen Vorgänger Jeff Sessions zum Rücktritt gedrängt hatte.

Mueller untersucht seit Mai 2017 mutmaßliche russische Einmischungen in den Wahlkampf 2016 zugunsten des heutigen Präsidenten sowie mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Moskau. Er war FBI-Direktor unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama.

Kurz erklärt - Wie bedrohlich sind die Russland-Ermittlungen für Donald Trump? Russische Wahlbeeinflussung, geheime Deals, Justizbehinderung: Robert Muellers Ermittlungen nähern sich dem Weißen Haus. Der Stand der Ermittlungen, kurz erklärt im Video

Der US-Präsident hat Muellers Ermittlungen immer wieder verurteilt und als Hexenjagd bezeichnet. Vor den Journalisten bestritt Trump erneut illegale Absprachen mit Russland.

Er bezeichnete seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 als "einen der größten" in der Geschichte der USA. Mueller sei dagegen ein "Mann aus dem Nichts" ohne Unterstützung im Volk. Er habe "niemals eine einzige Wählerstimme bekommen" und schreibe jetzt einen Bericht. "Erklären Sie mir das, denn meine Wähler verstehen es nicht, und ich verstehe es nicht", fügte Trump hinzu.