In den USA hat sich ein Mann vor Gericht schuldig bekannt, mehrere Briefbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump verschickt zu haben. Wie das Wall Street Journal und der Fernsehsender CNN berichteten, gab der 57 Jahre alte Cesar Sayoc vor einem Gericht in New York seine Schuld zu.

Die Serie von Briefbomben waren im vergangenen Oktober unter anderem an den früheren Präsidenten Barack Obama und die frühere Außenministerin Hillary Clinton adressiert worden, konnten aber allesamt abgefangen werden. Zu den Adressaten zählten auch der ehemalige CIA-Direktor James Brennan, der Milliardär und Spender für die oppositionellen Demokraten, George Soros, der Schauspieler Robert De Niro und der Fernsehsender CNN. Keiner der Sprengsätze explodierte.

Sayoc war einige Tage nach der Entdeckung der Päckchen in Florida festgenommen worden. Die Ermittler beschuldigen ihn, insgesamt 16 Päckchen versandt zu haben. Sayoc muss sich in mehreren Anklagepunkten verantworten, unter anderem wegen des Verschickens von Sprengsätzen und der Bedrohung früherer Präsidenten. Er hatte ursprünglich auf nicht schuldig plädiert. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lange Haftstrafe.

Der mutmaßliche Täter gilt als Anhänger von US-Präsident Trump. Er lebte in einem Kleinbus, der mit Trump-Aufklebern dekoriert war. Daneben fanden sich Bilder von Trump-Kritikern, über die Fadenkreuze gemalt waren. Wie mehrere US-Medien damals berichtet hatten, war er mehrfach vorbestraft. So sei er 2002 etwa wegen einer Bombendrohung festgenommen worden. Auch sei er wegen Diebstahl, Betrug und Drogendelikten belangt worden. Nach Angaben der New York Times ist der Festgenommene als republikanischer Wähler registriert.

Die versuchten Anschläge waren in die Zeit kurz vor den Kongresswahlen am 6. November gefallen. US-Präsident Donald Trump hatte die Bomben verurteilt, den Medien aber zugleich vorgeworfen, mit falschen Berichten das Klima im Land zu vergiften.