Die US-Regierung hat weitere Sanktionen gegen die Regierung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro erlassen. Betroffen sind das im Goldgeschäft tätige staatliche Bergbauunternehmen Compañía General de Minería de Venezuela (CVG) und sein Präsident. Damit werde das Vermögen des Unternehmens und seines Präsidenten eingefroren, außerdem sei US-Unternehmen der Handel mit CVG untersagt, teilte das US-Finanzministerium in Washington mit.

US-Finanzminister Steven Mnuchin warf der "illegitimen" Regierung von Maduro vor, es würde das Vermögen und die Bodenschätze Venezuelas auf rücksichtslose Weise "plündern", um sich selbst zu bereichern. Zudem stütze das Bergbauunternehmen das engere Umfeld des "korrupten" Regimes von Maduro.

Die US-Regierung versucht seit Wochen, Maduro zum Rücktritt zu drängen – vor allem über wirtschaftlichen Druck. Washington hatte bereits mehrfach Sanktionen verhängt, die auf Maduro und dessen Umfeld abzielten. Zuvor hatten die USA Sanktionen gegen den staatlichen und für das Land wichtigen Ölkonzern PDVSA verhängt. Diese sollen in Kraft bleiben, bis eine Übergangsregierung im Amt ist.

US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren, noch strikteren Sanktionen gedroht. "Wir haben noch nicht die härtesten Sanktionen verhängt", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in Washington. "Wir können noch deutlich härter werden."

Seit Ende Januar kämpfen der seit 2013 herrschende Präsident Maduro und der Parlamentspräsident Juan Guiadó um das Präsidentenamt. Nach einem gescheiterten Aufstand von Nationalgardisten und Protesten der Opposition hatte sich Guiadó Ende Januar zum Interimspräsidenten erklärt. Zahlreiche Staaten, darunter die USA und Deutschland, haben Guaidó als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt.