Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts, Bill Weld, will sich um die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentschaftswahl bei der Wahl 2020 bewerben. Das sagte er dem Fernsehsender CNN. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Präsident Donald Trump herausfordert.

Weld sagte, es wäre eine "politische Tragödie", wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bleiben würde. "Ich hätte Angst um die Republik." Er warf dem Präsidenten unter anderem vor, die Rechtsstaatlichkeit zu verhöhnen. Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup bekommt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent.

2016 hatte Weld sich an der Seite des Präsidentschaftskandidaten der kleinen Libertären Partei, Gary Johnson, bereits um die Vizepräsidentschaft beworben. Erst im Februar war Weld wieder zu den Republikanern zurückgekehrt.

Bei den Demokraten haben bereits 18 Anwärterinnen und Anwärter ihre Kandidatur bekannt gegeben. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Amy Klobuchar sowie der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke. Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten und damals Hillary Clinton unterlegen war, will erneut antreten.