Die indische Armee hat nach pakistanischen Angaben mindestens drei Soldaten und einen Zivilisten in der Konfliktregion Kaschmir getötet. Außerdem seien mehrere pakistanische Soldaten durch Gewehrschüsse und Mörsergranatenangriffe über die sogenannte Kontrolllinie hinweg verletzt worden, teilte die Armee am Dienstag mit.

Entlang der Kontrolllinie zwischen den von Indien und Pakistan beherrschten Teilen Kaschmirs kommt es immer wieder zu Gefechten. In den vergangenen Wochen häuften sie sich, nachdem sich die Spannungen zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten zugespitzt hatten.

Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe im indischen Teil Kaschmirs waren am 14. Februar 40 indische Sicherheitskräfte getötet worden. Die aus Pakistan stammende Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed reklamierte die Tat für sich. Elf Tage später flog Indien zum ersten Mal seit 1971 einen Luftangriff auf pakistanischem Gebiet. Pakistan schoss daraufhin mindestens einen indischen Kampfjet ab und setzte einen Piloten fest. Nach dessen Freilassung am 1. März entspannte sich die Lage etwas.

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indiens und der Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 streiten die beiden Länder um die Herrschaft über Kaschmir. Sie haben bereits zwei Kriege um das Himalaya-Tal geführt.