In drei katholischen Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka haben sich fast zeitgleich mehrere Explosionen ereignet. Dabei wurden nach Polizeiangaben 207 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt. Die Vorfälle sorgen weltweit für Bestürzung.

"Fassungslos und voller Entsetzen verfolge ich die schrecklichen Nachrichten über die feigen Terroranschläge in Sri Lanka, bei denen so viele unschuldige Menschen den Tod fanden und viele mehr verletzt wurden", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Besonders niederträchtig sei, dass zahlreiche friedlich Betende in Gotteshäusern am Ostersonntag Ziel dieser hinterhältigen Angriffe wurden. "Deutschland steht an Ihrer Seite in der Entschlossenheit, dem menschenverachtenden Terror entgegenzutreten."

Die Bundesregierung reagierte ebenfalls betroffen. Der Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, schrieb auf Twitter: "Wir trauern um sie und beten für die Verletzten und Familien. Terrorismus, religiöser Hass und Intoleranz dürfen nicht siegen."

"Am Osterfest so viel Hass zu erleben schmerzt", schrieb Außenminister Heiko Maas auf Twitter. Ostern sei ein Fest der Liebe und lehre uns, dass Hass unsererseits nie die Lösung sein könne.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sagte, er habe mit Entsetzen und Trauer von der Tat erfahren. "Ich spreche den Familien der Opfer, die sich zu einem friedlichen Gottesdienst versammelt hatten oder kamen, um dieses wunderschöne Land zu besuchen, mein Beileid aus", schrieb er auf Twitter. "Wir sind bereit zu helfen."

Russlands Präsident Wladimir Putin nannte die Anschläge "grausam und zynisch". In einem Telegramm nach Colombo schrieb er, dass Moskau im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ein zuverlässiger Partner für Sri Lanka bleibe. Er äußerte die Zuversicht, dass die Verantwortlichen hinter den Explosionen "die Bestrafung bekommen, die sie verdienen".

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin verurteilte die Angriffe als "abscheuliches Verbrechen". Sie hätten auch jenen gegolten, die am Ostersonntag beteten, schrieb er auf Twitter. "Wir sind alle Kinder Gottes; eine Attacke auf eine Religion ist eine Attacke auf uns alle."

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan verurteilte die Angriffe. "Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit", schrieb er auf Twitter. Im Namen der Türkei spreche er den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und wünsche den Verletzten schnelle Genesung.

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen verurteilte die Anschläge. Sie seien ein barbarischer Akt, schrieb er auf Twitter. "Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Freunden der Opfer."