US-Präsident Donald Trump wird Anfang Juni zum Staatsbesuch nach Großbritannien kommen. Der Präsident und First Lady Melania haben eine Einladung der Queen angenommen, teilte der Buckingham Palace mit. Demnach wird der Präsident sich vom 3. bis 5. Juni im Vereinigten Königreich aufhalten.

Premierministerin Theresa May hatte die Einladung an Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2017 ausgesprochen. Sie stieß damit in ihrem Land auf Empörung. Eine Staatsvisite wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehrung. Vor Trump wurde sie nur zwei US-Präsidenten zuteil: George W. Bush und Barack Obama. Zu einem Staatsbesuch gehört unter anderem die Fahrt in einer vergoldeten Kutsche über die Prachtstraße The Mall in London und ein Staatsbankett im Buckingham Palace.

Der Staatsbesuch hätte längst stattfinden sollen. Doch London ließ sich mit einem Termin wohl im Hinblick auf die erwarteten Proteste Zeit. Einen Vorgeschmack auf das Event gab es im Juli vergangenen Jahres, als Trump zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Großbritannien kam. Er war in der Botschafterresidenz in London untergebracht, nahm aber nur Termine außerhalb der Hauptstadt wahr und reiste per Hubschrauber. Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit der Queen auf Schloss Windsor.

Trump düpierte während seines damaligen Besuchs die Premierministerin mit einem Interview in der Boulevardzeitung Sun, das kurz nach einem festlichen Galadinner im Blenheim Palace, dem Geburtsort Winston Churchills, veröffentlicht wurde. Er warf May vor, seine Ratschläge zum EU-Austritt Großbritanniens ignoriert zu haben. Lob fand Trump dagegen für Mays innerparteilichen Rivalen Boris Johnson, der nur wenige Tage zuvor aus Protest gegen Mays Brexit-Kurs von seinem Amt als Außenminister zurückgetreten war.