Anwälte des US-Präsidenten und der Trump Organization LLC haben Klage gegen den Versuch der Demokraten im Kongress eingereicht, Einsicht in die Finanzen von Donald Trump zu bekommen. Mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus treiben die Demokraten mehrere Ermittlungen gegen Trump voran. Der Vorsitzende des Kontrollausschusses, der Demokrat Elijah Cummings, hatte in diesem Zusammenhang von einer Firma Finanzunterlagen angefordert, mit der Trump und seine Unternehmen lange Jahre bei der Buchhaltung zusammengearbeitet haben. Cummings stellte dabei eine sogenannte Subpoena aus, eine Vorladung unter Strafandrohung, der die Firma Mazars USA zur Herausgabe zwingen kann.

Trumps Anwälte haben argumentiert, dass dieser Schritt unzulässig sei. Sie warfen den Demokraten vor, einen politischen Krieg gegen Trump zu führen. Statt mit dem Präsidenten zusammenzuarbeiten, seien sie "besessen" davon, etwas zu finden, was ihm schaden könne, hieß es in der Klageschrift vom Montag. Trump klagt demnach als Privatperson, nicht als Präsident.

Trump weigert sich seit längerer Zeit, Angaben zu seiner finanziellen Situation zu machen. Entgegen der üblichen Gepflogenheiten in den USA hat Trump beispielsweise seine Steuererklärungen bisher nie veröffentlicht. Normalerweise machen das Präsidentschaftskandidaten schon während des Wahlkampfs. Als Begründung für seinen Verzicht sagte Trump Anfang April, seine Steuererklärungen seien sehr kompliziert und die Menschen würden sie nicht verstehen. Seine Gegner mutmaßen dagegen, Trump habe womöglich einiges zu verbergen.