Die US-Regierung hat eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für Hinweise ausgelobt, mit denen sie Geldbewegungen der proiranischen Hisbollah-Bewegung stoppen können. Das hat das amerikanische Außenministerium mitgeteilt. Die Vergütung gebe es für Informationen, mit denen die USA die libanesische Miliz auf entscheidende Weise bekämpfen könne. Dazu zählen Hinweise auf Geldgeber, Finanzinstitutionen, die Transaktionen für die Hisbollah vornehmen, und Geschäfte der schiitischen Bewegung.

Um zu zeigen, welche Art von Informationen die USA bekommen wollen, nannte das Außenministerium drei mutmaßliche Unterstützer der Hisbollah, darunter Ali Jussef Tascharara. Er soll Millionensummen der Bewegung in die Telekommunikationsindustrie in Westafrika investiert haben. 

Die USA sehen die Hisbollah als "Terrororganisation" und haben Sanktionen gegen die schiitische Bewegung verhängt, die im Libanon mit drei Ministern an der Regierung beteiligt ist. Die Hisbollah wird vom Iran unterstützt: Die USA bemühen sich darum, den Iran international zu isolieren, und haben am Montag die Ausnahmeregelungen für die Ölsanktionen gegen das Land beendet.

Der militärische Arm der Hisbollah spielt eine führende Rolle im syrischen Bürgerkrieg, wo die Miliz an der Seite der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad kämpft. Die USA und Israel sehen die Präsenz der Hisbollah dort mit Sorge.