Iran und USA wollen keinen Krieg führen. "Weder wir noch sie streben einen Krieg an, sie wissen, dass es ihnen nicht nützt", sagte der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens. Er wolle aber auch nicht mit der Regierung von Präsident Donald Trump verhandeln. US-Außenminister Mike Pompeo sagte nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Sotschi, die USA strebten "grundsätzlich keinen Krieg mit dem Iran an". Zugleich forderte er, der Iran solle sich "wie ein normales Land verhalten". Angriffe auf Interessen der USA würde Washington "auf angemessene Art" beantworten.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen Bericht der New York Times über Pläne des Weißen Hauses zurückgewiesen. Demzufolge sollten die USA 120.000 Soldaten in den Nahen Osten zu schicken. Trump sagte, der Bericht sei eine "Falschmeldung". Er sei zwar "absolut" bereit, Soldaten in die Region zu schicken. "Aber wir haben das nicht geplant."

Trump hatte vor einem Jahr den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran verkündet. Der Iran kündigte Anfang Mai an, bestimmte Auflagen aus der Vereinbarung nicht mehr einzuhalten, und drohte binnen 60 Tagen mit weiteren Schritten. Die USA verschärften daraufhin die Sanktionen gegen den Iran und verlegten Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Region.