Wie denken Sie über die EU? Die Europawahl polarisiert in vielerlei Hinsicht. Nutzen Sie unser Tool, stimmen Sie ab – und vergleichen Sie, was andere Leserinnen und Leser von ZEIT ONLINE sagen. Verorten Sie sich selbst in einem Koordinatensystem: mit einer X-Achse zwischen den beiden Extremen "Die Nationalstaaten sollten mehr Macht erhalten" und "Die EU sollte mehr Macht erhalten", und einer Y-Achse mit den Ausprägungen "Der EU geht es gut" gegenüber "Der EU geht es schlecht".

Über das Tool können Sie außerdem Ihre Meinung mit den Antworten von Europapolitikern vergleichen. In Kooperation mit dem Kandidatencheck zur Europawahl des Portals Abgeordnetenwatch.de hat ZEIT ONLINE allen deutschen Kandidaten für das Europaparlament die zwei Fragen gestellt. Die Umfrage läuft noch, die Grafik zeigt die ersten 100 Antworten der großen Parteien.

Die Ergebnisse: Die Auswertung unter den Politikern ergibt eine recht eindeutige Präferenz. Die EU soll mehr Kompetenzen erhalten. Nur eine kleine Gruppe – vor allem von AfD-Kandidaten – lehnt das ab. Besonders groß sind die Meinungsunterschiede unter den FDP-Kandidaten: Zwar tendieren sie eindeutig dazu, der EU mehr Kompetenzen zu übertragen. Doch bei der Frage, ob es der EU gut oder schlecht geht, zeigen sich große Unterschiede. Ähnlich unentschieden ist das Bild bei der SPD.

Die teilnehmenden Kandidatinnen und Kandidaten verteilen sich nicht gleichmäßig auf die Parteien. Mit 51 Kandidaten haben die meisten von der FDP teilgenommen. 18 der SPD, 12 von den Grünen, 9 von CDU und CSU, 6 von der AfD und 4 von der Linken.

Europawahl - Verbessert die EU das Leben ihrer Bürger? Europa steht für Freiheit und Vernetzung, aber auch für Uploadfilter und Dieselgrenzwerte. Nicht alle deutschen Spitzenkandidaten sehen Brüssel nur positiv. © Foto: Sven Wolters