Bei einem Großangriff von rund 300 Mitgliedern der islamistischen Terrormiliz Boko Haram sind in Kamerun zahlreiche Menschen getötet worden. Nach Informationen des Verteidigungsministers von Kamerun starben mindestens 64 der Angreifer, 16 kamerunische Soldaten und acht Zivilpersonen. Es gab zudem mehrere Verletzte.

Die radikalislamische Terrormiliz habe den Ort Darak im Norden des Landes in der Nacht zum Montag mit schweren Waffen angegriffen, hieß es vom Ministerium. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben zu den Opferzahlen gab es nicht.

Der betroffene Bezirk Logone-et-Chari grenzt im Westen an Nigeria, im Osten an den Tschad. Die sunnitische Terrorgruppe Boko Haram stammt ursprünglich aus dem Nordosten Nigerias, terrorisiert aber seit mehreren Jahren auch die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer. Erst am Dienstag sind bei einem Angriff der Boko Haram im Norden Kameruns mindestens 26 Menschen getötet worden.