London - Donald Trump besucht Großbritannien Trumps Staatsbesuch stößt auf Protest, es soll einen "Karneval des Widerstands" geben. Im Vorfeld hatte Trump den Londoner Bürgermeister als Versager betitelt. © Foto: AP Photo/Matt Dunham

US-Präsident Donald Trump, der für einen Staatsbesuch nach Großbritannien gereist ist, hat kurz vor seiner Landung in der britischen Hauptstadt den Londoner Bürgermeister Sadig Khan über Twitter beschimpft. Trump schrieb: Khan sei ein "eiskalter Verlierer". Der Brite, der nach allem, was man höre, furchtbar schlechte Arbeit als Bürgermeister von London geleistet habe, sei auf törichte Weise "gemein" zu ihm gewesen, schrieb er weiter. Dabei seien die USA der bei weitem wichtigste Bündnispartner des Vereinigten Königreiches.

Khan erinnere ihn an "unseren sehr dummen und inkompetenten" Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, sei jedoch "nur halb so groß". De Blasio gilt als entschiedener Kritiker des amtierenden US-Präsidenten. Den Namen des britischen Labour-Politikers mit pakistanischen Wurzeln schrieb Trump dabei mit verdrehten Buchstaben – "Kahn" statt "Khan".

Grund für den Ärger des US-Präsidenten war, dass sich Khan öffentlich gegen die Ehrung Trumps mit einem zeremoniellen Staatsbesuch ausgesprochen hatte. 

Am Sonntag hatte der Bürgermeister in einer Zeitungskolumne die Sprache des US-Präsidenten mit der von "Faschisten des 20. Jahrhunderts" verglichen. Er bezeichnete Trump als "eines der ungeheuerlichsten Beispiele einer wachsenden globalen Bedrohung" vom rechten Lager für die liberale Demokratie.  vom rechten Lager für die liberale Demokratie.

Beide Politiker hatten sich schon häufiger öffentliche Auseinandersetzungen geliefert. Dabei ging es unter anderem um den Umgang des Londoner Bürgermeisters mit Terrorismus sowie Trumps Arbeitsbesuch in Großbritannien im vergangenen Sommer.

Trumps Staatsbesuch ist Teil einer einwöchigen Reise, die in Großbritannien beginnt. Dort empfängt ihn unter anderem die Queen. Den Rahmen der Reise bilden Veranstaltungen zum Gedenken an den D-Day im Zweiten Weltkrieg in Großbritannien und Frankreich. Außerdem besucht Trump zum ersten Mal in seiner Amtszeit Irland.