Mehr als 7.500 Kinder im Jemen sind in den vergangenen fünfeinhalb Jahren nach Angaben der UN durch Luftangriffe, Bombardements, Kämpfe, Selbstmordanschläge, Minen und andere Sprengsätze getötet oder verletzt worden. Die Dunkelziffer sei vermutlich noch höher, da die Beobachtung in dem vom Krieg zerrütteten Land zunehmend schwierig werde, hieß es in einem von UN-Generalsekretär António Guterres veröffentlichten Bericht.

Demnach gab es zwischen dem 1. April 2013 und dem 31. Dezember 2018 insgesamt 11.779 gravierende Verstöße gegen Kinder, darunter deren Rekrutierung durch Kämpfer sowie deren Inhaftierung wegen Verbindungen zu den jeweiligen Konfliktparteien im Jemenkrieg. 

Der Konflikt begann im Jahr 2014 mit der Einnahme Sanaas durch die Huthi-Rebellen. Dabei wurde damals die international anerkannte Regierung verdrängt. Seit 2015 bekämpft eine von Saudi-Arabien befehligte Militärkoalition die Huthis. Vor allem Zivilistinnen und Zivilisten leiden unter dem Konflikt, Tausende Menschen wurden getötet. Beobachter sprechen von der größten humanitären Krise der Welt

"Kinder haben den Krieg im Jemen nicht begonnen. Aber sie zahlen den höchsten Preis dafür", heißt es in dem Bericht.