In einem offenen Brief haben sich mehrere reiche US-Unternehmer für die Einführung einer Vermögensteuer ausgesprochen. Zu den Initiatoren gehören etwa der Milliardär George Soros, Facebook-Mitbegründer Chris Hughes sowie Disney-Erben und die Besitzer der Hotelkette Hyatt. Sie rufen die Präsidentschaftsbewerber für die Wahl 2020 auf, eine gemäßigte Vermögensteuer zu unterstützen. "Amerika steht in der moralischen, ethischen und ökonomischen Verantwortung, unseren Wohlstand stärker zu besteuern", heißt es in dem Brief, der auf der Plattform Medium veröffentlicht wurde.

Demnach kann eine Vermögensteuer dabei helfen, den Klimawandel anzugehen, die Wirtschaft zu stärken und Chancengleichheit zu schaffen. Umfragen zeigten, dass eine Mehrheit eine moderate Vermögensteuer für die reichsten Amerikaner unterstütze, schreiben die Autoren. Mehrere der demokratischen Präsidentschaftsbewerber haben sich bereits für eine Vermögensteuer ausgesprochen.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner verweisen unter anderem auf den Großinvestor Warren Buffet, der nach eigenen Angaben niedriger besteuert wird als seine Sekretärin. Sie signalisieren Unterstützung für die Vorstöße zu den Vermögensteuerplänen einiger demokratischer Präsidentschaftsbewerber – darunter die Senatorin Elizabeth Warren und Beto O'Rourke. Sie mahnen aber auch einen überparteilichen Konsens an.

Der Aufruf trägt die Unterschriften von 18 Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen aus elf Familien und wird zusätzlich von einem weiteren Milliardär unterstützt, der anonym bleiben möchte.