Das Europaparlament bekommt drei Vizepräsidentinnen und -präsidenten aus Deutschland. SPD-Spitzenpolitikerin Katarina Barley erhielt im ersten Wahlgang 516 Stimmen und wurde damit erstmals in das Präsidium gewählt. "Ich möchte dem Europäischen Parlament in meinem neuen Amt mehr Gehör verschaffen", sagte Barley nach der Abstimmung.

Ebenfalls auf 516 Stimmen kam Rainer Wieland von der CDU, der damit erneut als Vizepräsident gewählt wurde. Er bekleidete das Amt bereits in der vergangenen Wahlperiode. Neu im Präsidium ist FDP-Europapolitikerin Nicola Beer. Sie erhielt 363 Stimmen.

Das EU-Parlament hat insgesamt 14 Vizepräsidenten. Elf der Plätze konnten am Mittwoch im ersten Wahlgang besetzt werden, für die restlichen drei war ein zweiter Wahlgang nötig. Insgesamt waren 17 Kandidaten für die Ämter aufgestellt worden. Die meisten Stimmen erhielt die irische Politikerin Mairead McGuinness, die zuvor bereits Vizepräsidentin im EU-Parlament war.

Am Mittag hatten die Abgeordneten den italienischen Sozialdemokraten David-Maria Sassoli zum Parlamentspräsidenten gewählt. Er wird das Amt für zweieinhalb Jahre ausüben, bevor es einen Wechsel gibt. Der 63-jährige Journalist aus Florenz sitzt seit zehn Jahren im Europaparlament.