US-Außenminister Mike Pompeo hat sich bei einem Besuch in Mexiko zufrieden über die Bemühungen des Landes gezeigt, illegale Migration zu bekämpfen. Er dankte dem mexikanischen Außenminister Marcelo Ebrard für die Anstrengungen, die nach ersten Anzeichen dazu geführt hätten, dass weniger illegale Migranten an der US-Südgrenze ankämen.

Unter anderem setzte Mexiko seine neugeschaffene Nationalgarde an seinen Grenzen mit den USA und Guatemala ein. US-Grenzpolizisten stoppten im Juni knapp 28 Prozent weniger illegal eingereiste Migranten an ihrer Südgrenze als im Mai. Pompeo sprach von "wirklichen Fortschritten" Mexikos. "Die Zahlen sind gut", sagte er. Es gebe aber noch "viel Arbeit".

Am heutigen Montag läuft eine Frist aus, bis zu der die USA prüfen wollen, ob der Nachbar genug unternommen hat, um illegale Migration durch Mexiko in die USA zu verhindern. Das war Teil einer Vereinbarung der beiden Länder vom 7. Juni, die die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle vorerst abwendete.

Sollten die USA Mexikos Bemühungen für unzureichend befinden, könnten sie darauf drängen, dass Mexiko zum sicheren Drittstaat erklärt wird. Dann müssten alle Migranten aus Mittelamerika, die über Mexiko in die USA wollen, zunächst in Mexiko Asyl beantragen. Beim Treffen mit Pompeo sagte Ebrard, er halte es angesichts der erzielten Fortschritte nicht für nötig, Gespräche über eine solche Vereinbarung aufzunehmen.

Mexiko liegt auf der Route von Menschen aus den zentralamerikanischen Staaten Honduras, El Salvador und Guatemala, die auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihrer Heimat in die USA gelangen wollen. Trump hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung zu einem der Schwerpunkte seiner Politik gemacht.