Etwa eine Woche nach dem Rücktritt Alexander Acostas hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, Eugene Scalia als neuen Arbeitsminister zu nominieren. Das schrieb Trump auf Twitter. Scalia habe als Anwalt und auf dem Gebiet des Arbeitsrechts "großen Erfolg" vorzuweisen.

Der 55-Jährige ist der Sohn des 2016 verstorbenen Supreme-Court-Richters Antonin Scalia und hat schon früher für das Arbeitsministerium gearbeitet, unter anderem als juristischer Chefberater von Ministerin Elaine Chao (2001 bis 2009). Derzeit gehört der Experte für Arbeitsrecht zum Washingtoner Büro der Kanzlei Gibson, Dunn and Crutcher.

Den freiwilligen Rücktritt des ehemaligen Arbeitsministers, Alexander Acosta, hatte Trump vergangenen Freitag verkündet. Grund war Acostas Beteiligung an einem Gerichtsdeal im Jahr 2008, durch den der Milliardär Jeffrey Epstein einer Anklage auf Bundesebene sowie einer Haftstrafe wegen mutmaßlicher sexueller Vergehen an Minderjährigen entging. Acosta war damals als Staatsanwalt in Florida an dem Deal beteiligt.

Der Fall hatte durch die neu erhobenen Vorwürfe der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen Epstein wieder Aufmerksamkeit erlangt. Der 66-Jährige soll zwischen 2002 und 2005 Dutzende minderjähriger Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Seine Verurteilung zu 18 Monaten Haft vor dem Gericht in Florida fiel aus Sicht der US-Demokraten zu milde aus. Mehrfach forderten die Demokraten im Kongress den Rücktritt Acostas.