Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten haben unweit des G7-Gipfels im französischen Biarritz gegen die Umweltpolitik der G7-Staaten und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Sie versammelten sich mit aus Rathäusern gestohlenen Porträts von Macron in Bayonne. Man wolle auf die "desaströse Klimapolitik" von Macron aufmerksam machen, hieß es bei einer Kundgebung. Es müsse endlich konkrete Maßnahmen geben, forderte Cécile Marchand von der Klimaschutzbewegung ANV-COP21, die den Protest mitorganisiert hat. Es handle sich um zivilen Ungehorsam.

Die Porträts waren in den vergangenen Monaten im Rahmen der Kampagne "Macron abhängen" aus Rathäusern gestohlen worden. Der Protest stand unter dem Motto Klima und soziale Gerechtigkeit. ANV-COP21 hatte zuvor gesagt, dass es sich um einen gewaltfreien Protest handeln sollte. Man wolle auch Macrons Handeln auf internationaler Ebene in Klimafragen anprangern, sagte Marchand.

In Bayonne war es am Samstagabend bei einer nicht genehmigten Demonstration zu Zusammenstößen von Polizei und Demonstranten gekommen. Die Polizei hatte schließlich die gesamte historische Altstadt abgeriegelt. Eine offizielle Demonstration am Samstagvormittag mit Tausenden Teilnehmern war zuvor friedlich verlaufen. Deren Organisatoren haben am späten Samstagabend eine für Sonntag geplante Protestaktion aus Sicherheitsbedenken abgesagt.

Der Gipfel der G7 in Biarritz findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Kundgebungen sind dort nicht erlaubt. Das Treffen wird von mehr als 13.000 Einsatzkräften geschützt. Der Gipfel endet am Montag.