Die syrische Regierung hat der Türkei nach deren Vereinbarung mit den USA für eine Sicherheitszone im Nordosten des Landes "expansionistische Ambitionen" vorgeworfen. Der Schritt sei eine ernste Eskalation und verletze die Souveränität Syriens, schrieb das Außenministerium in Damaskus.

Am Vortag hatten sich die USA und die Türkei nach türkischen Angaben geeinigt, ein Koordinationszentrum zur Schaffung der Sicherheitszone einzurichten. Dies könnte einen türkischen Einmarsch in diesen Teil Syriens vorerst vermeiden. Die Türkei möchte die kurdische YPG-Miliz, die sie als Terrororganisation einstuft, aus dem Gebiet vertreiben. Die Miliz gilt als Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans, der PKK. Sie leistete auf syrischem Boden den größten Beitrag zum Sieg dort über die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Damaskus gab den syrisch-kurdischen Gruppen "historische Verantwortung" für die Vereinbarung zwischen der USA und der Türkei und rief sie auf, "dieses aggressive US-türkische Projekt" aufzugeben und sich stattdessen auf die Seite der syrischen Regierung zu stellen.

Dem türkischen Verteidigungsministerium zufolge soll mit der Pufferzone auch eine Rückkehr der Flüchtlinge aus der Türkei zurück nach Syrien sichergestellt werden. 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge leben derzeit in der Türkei.