Das Weiße Haus hat den Tod von Hamsa bin Laden bestätigt. Der Sohn von Osama bin Laden sei bei einem Antiterroreinsatz "in der Region Afghanistan/Pakistan" getötet worden. Zum Zeitpunkt des Todes wurden keine Angaben gemacht.

Das Weiße Haus ließ verlauten, der Tod des Sohns von Osama bin Laden stelle nicht nur aus symbolischen Gründen einen Rückschlag für Al-Kaida dar, sondern "unterminiert auch wichtige Aktivitäten der Gruppe". In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach sich Hamsa bin Laden in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. Er galt als möglicher Nachfolger von Al-Kaida-Führer Aiman al-Sawahiri.

Osama bin Laden gilt als Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington. Danach war er untergetaucht. 2011 spürte ein US-Spezialkommando den damals 54-Jährigen im pakistanischen Abbottabad auf und tötete ihn. Sein Sohn Hamsa bin Laden soll danach eine führende Rolle bei Al-Kaida eingenommen haben.

US-Präsident Donald Trump hatte am 18. Jahrestag der Anschläge potenziellen Angreifern mit Vergeltung gedroht.

Hamsa bin Laden stand auf der Terrorliste der USA

Mehrere US-Medien berichteten Ende Juli über den Tod Hamsa bin Ladens. Demnach soll Hamsa bin Laden im Laufe der vergangenen zwei Jahre getötet worden sein. Hamsa bin Laden hatte nach früheren Angaben des US-Außenministeriums seit August 2015 in mehreren Botschaften im Internet zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen. Das Ministerium hatte im Februar 2019 angekündigt, dass eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar ausgelobt worden sei, um Hamsa bin Laden aufzuspüren. Er war bereits Anfang 2017 auf die Terrorliste der USA gesetzt worden.

Nach Angaben des US-Außenministeriums wurde Hamsa bin Laden 1989 im saudi-arabischen Dschidda geboren. Andere Quellen geben sein Geburtsjahr mit 1991 an.