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Marcus Gatzke
Boris Johnson verliert die zweite Abstimmung über vorgezogene Neuwahlen. Und damit geht das britische Unterhaus in die verordneten Zwangspause. Der nächste Termin für das Parlament ist die Queens Speech am 14. Oktober.

Wie es in den kommenden Wochen weitergehen könnte, haben wir versucht, hier zu beantworten.

Meine Kollegin Bettina Schulz hat zudem noch eine abschließende Analyse geschrieben. Ihr Hauptargument: "Weder eine Neuwahl noch ein zweites Referendum lösen das Problem.  Es wird mindestens eine Generation brauchen, um die tiefe Spaltung der Gesellschaft zu heilen."

Damit schließen wir dieses Blog. Es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.
Jurik Caspar Iser
"Er hat jede Wahl in diesem Parlament verloren", sagt Ian Blackford von der Schottish National Party an Johnson gewandt. Blackford weist darauf hin, dass Johnson die EU nun um eine Fristverlängerung bitten müsse. Anschließend werde es eine Neuwahl geben, ist sich Blackford sicher.
Zacharias Zacharakis
Jeremy Corbyn kontert gleich mit einer Attacke: "Diese Regierung ist eine Schande." Dass jetzt eine der längsten Parlamentspausen in der Geschichte eingeleitet werde, diene alleine dem Zweck, unangenehme Fragen an die Regierung zu ihren Brexit-Plänen zu vermeiden.
Bild: Screenshot/parliamentlive.tv
Jurik Caspar Iser
Boris Johnson attackiert nach Verkündung des Ergebnisses erneut die Opposition. "Sie wollen den Brexit ohne Grund wieder verschieben", kritisiert er. Er hoffe, die Opposition werde die Zwangspause zum Nachdenken nutzen. In der Zwischenzeit werde sich die Regierung weiter für ein Abkommen einsetzen und sich gleichzeitig auf einen No Deal vorbereiten, kündigt der Premier an.
Jurik Caspar Iser
Erneute Niederlage für Boris Johnson: Der Premier hat auch im zweiten Versuch die für eine Neuwahl notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erreicht. 293 Abgeordnete stimmten dafür, dagegen 64. Johnson hätte 464 Stimmten gebraucht.
Jurik Caspar Iser
Die Abgeordneten kommen bereits wieder in den Saal zurück.
Bild: Screenshot/parliamentlive.tv
Zacharias Zacharakis
Nach einer langen Debatte mit etlichen Redebeiträgen beginnt jetzt die Abstimmung über eine vorgezogene Neuwahl.

Mit einem Ergebnis ist in zehn bis 15 Minuten zu rechnen.
Marcus Gatzke
Theresa May schaut im Unterhaus vorbei. (Im Bild gleich neben dem Sprecher John Bercow)
Marcus Gatzke
Wenn Boris Johnson die EU nicht um eine Fristverlängerung bitten und er gleichzeitig nicht gegen geltendes Recht verstoßen will, bleiben ihm nur wenige Optionen. Eine davon wäre ein Rücktritt. So wird es mittlerweile auch in London spekuliert.

Das Unterhaus - vornehmlich die Opposition – hätte dann zwei Wochen Zeit, eine Übergangsregierung zu formen, um einen No Deal noch zu verhindern. Schafft sie das nicht, kommt es zu Neuwahlen und Großbritannien würde möglicherweise mitten im Wahlkampf ohne Abkommen die EU verlassen.

Jurik Caspar Iser
Auch die Grünen-Abgeordnete Caroline Lucas kritisiert den Umgangston im Unterhaus an diesem Abend.