Saudi-Arabien hat auf die Drohnenangriffe auf wichtige Ölraffinerien reagiert. Die saudisch geführte Militärkoalition habe am Donnerstag im Jemen vier Anlagen zum Bau von Seeminen und ferngelenkten Booten nördlich der Hafenstadt Hodeida zerstört, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur SPA verbreiteten Erklärung der Militärkoalition. Diese hätten die Sicherheit der Schifffahrt bedroht.

Die Huthi-Rebellen, die im Bürgerkrieg im Jemen vom Iran unterstützt werden, hatten sich zu den Angriffen auf Ölraffinerien des saudi-arabischen Staatskonzerns Aramco in Abkaik und Churais bekannt. Die US-Regierung macht dagegen den Iran verantwortlich. Auch Saudi-Arabien sieht hinter den Angriffen "unzweifelhaft" den Iran. Die Regierung in Teheran bestreitet jede Verwicklung und warnt vor einem Angriff auf den Iran.

Vor dem Beschuss der Minenanlagen hatte die Militärkoalition nach eigenen Angaben einen geplanten Angriff der jemenitischen Huthi-Rebellen mit einem ferngelenkten Sprengstoffboot vereitelt. Das Boot sei im Süden des Roten Meers entdeckt und zerstört worden, meldete SPA unter Berufung auf die Koalition. Es sei von der Region Hodeida aus gelenkt worden. Das Ziel des Boots war demnach unbekannt.

Attacke auf Ölraffinerie - Saudi-Arabien hat angebliche Beweise Die saudi-arabische Regierung wirft dem Iran vor, für die Angriffe auf die Öl-Anlagen verantwortlich zu sein. Als Beweise dienen Trümmerteile von Raketen und Drohnen. © Foto: Reuters TV

Pentagon-Sprecher Jonathan Hoffman sagte, das US-Verteidigungsministerium habe Präsident Donald Trump Möglichkeiten für eine militärische Reaktion zur Verfügung gestellt. Eine Entscheidung sei aber noch offen. Die USA hätten großes Vertrauen, dass die Ermittler in der Lage seien, die Urheber der Angriffe herauszufinden.

Unterdessen sucht Saudi-Arabien gemeinsam mit den USA nach Möglichkeiten, die Ölfelder besser vor Drohnenangriffen zu schützen. Das US-Militär spreche mit Saudi-Arabien über Wege, ähnliche Attacken im Norden des Königreichs zu entschärfen, sagte der Sprecher des US-Generalstabs, Pat Ryder. Welche Möglichkeiten es gebe, wolle er nicht sagen. Andere US-Regierungsbeamte hatten erklärt, es könnten zusätzlich Patriot-Abwehrraketen aufgestellt werden, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.