Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, wirbt in einem Wahlkampfvideo für seinen Bundesstaat Kentucky damit, dass er eine Amtsenthebung von Donald Trump im Senat blockieren will. Unter seiner Führung werde die Kammer das nicht zulassen, sagte er in dem Video. McConnell stellt sich im kommenden Jahr als Senator zur Wiederwahl und wirbt dabei mit seinen engen Verbindungen zum US-Präsidenten.

In dem Video verweist McConnell auf die Verfassung, nach der vom Repräsentantenhaus gebilligte Anklagepunkte gegen den Präsidenten zur Prüfung an den Senat gehen müssen. Das sogenannte Impeachment werde spätestens mit einer "Senatsmehrheit mit mir als Mehrheitsführer gestoppt", sagte er. Allerdings unterstützen auch ranghohe Republikaner eine Untersuchung zu einem möglichen Impeachment-Verfahren.

Im Zentrum der Vorermittlungen zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump steht dessen Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj im Sommer. In dem Gespräch bat der US-Präsident ihn, nicht belegten Anschuldigungen nachzugehen, wonach Joe Biden und dessen Sohn Hunter sich an korrupten Machenschaften in der Ukraine beteiligt hätten.

Donald Trump - "Impeachment … deswegen?" Die Ukraine-Affäre könnte den US-Präsidenten das Amt kosten. Oder? Wie es zu dem Skandal kam und wie das Amtsenthebungsverfahren ablaufen würde, erklärt Rieke Havertz im Video.

Ex-Vizepräsident Biden ist ein aussichtsreicher demokratischer Präsidentschaftsanwärter. Publik wurde die Affäre durch die Beschwerde eines Whistleblowers. Die Demokraten werten Trumps Vorgehen in der Sache als Machtmissbrauch. Ausländische Hilfe bei US-Wahlen zu erbitten, ist illegal.

Außerdem wirft McConnell der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi in seinem Video vor, "in den Fängen eines linken Mobs" zu sein, der sie schließlich von einem Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten überzeugt habe.