Die israelische Regierung bereitet Nichtangriffsvereinbarungen mit arabischen Staaten vor. Außenminister Israel Katz teilte auf Twitter mit, er habe "kürzlich" mit dem "Rückhalt der USA" eine politische Initiative ergriffen, um Nichtangriffsabkommen "mit den arabischen Golfstaaten" zu schließen. Mit diesem Vorstoß solle eine "zivile Zusammenarbeit" mit den entsprechenden Staaten ermöglicht werden, "bis Friedensabkommen unterzeichnet werden".

Welche Staaten genau gemeint sind, sagte Katz nicht. Er teilte lediglich mit, am Rande der UN-Vollversammlung Ende September bereits mit arabischen Außenministern über seine Initiative gesprochen zu haben. Bislang hat Israel nur mit zwei arabischen Staaten Friedensabkommen geschlossen: mit Ägypten und Jordanien. Weiteren Abkommen stand bisher insbesondere entgegen, dass Israel palästinensische Gebiete besetzt hält.

Andererseits gibt es einen Konflikt zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi-Arabien um ihre jeweiligen Einflusssphären. Einem Bericht des israelischen Senders Channel 12 zufolge setzt die israelische Initiative daher darauf, dass Israel und die Golfstaaten durch den Feind Iran zunehmend gemeinsame Interessen verfolgen.

Viele arabische Staaten, vor allem ihre Bevölkerung, stehen Israel ablehnend gegenüber. Mehrere Länder gestalten ihre Beziehungen zu dem Nahoststaat daher sehr zurückhaltend. Mit dem wachsenden Einfluss des Iran haben sich die Regierungen der Golfstaaten und Israel in den vergangenen Jahren aber angenähert.