Der "Islamische Staat" (IS) hat den Tod seines Anführers Abu Bakr al-Bagdadi bestätigt und einen Nachfolger benannt. Das teilte die Terrormiliz in einer Audiobotschaft mit, die über ihren Medienkanal Al-Furkan verbreitet wurde.

Demnach ist Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraischi der neue Anführer des IS. Zugleich bestätigte der IS auch den Tod des ranghohen Mitglieds Abu al-Hassan al-Muhadschir.

Spezialkräfte des US-Militärs hatten Al-Bagdadi vergangenes Wochenende in einem Gehöft im Nordwesten Syriens aufgespürt. Er war nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump vor den Soldaten in einen Tunnel geflüchtet und zündete dort eine Sprengstoffweste. Neben dem Anführer wurden nach Angaben der USA fünf weitere IS-Kämpfer getötet und zwei Personen in Gewahrsam genommen. Al-Muhadschir wurde nach Angaben Trumps bei einem weiteren Einsatz getötet.

Der Medienkanal Al-Furkan ist eines der Sprachrohre des IS. In Audiobotschaften hat die Organisation Anhänger im Westen mehrfach dazu aufgerufen, Anschläge zu verüben. 

Nach Al-Bagdadi hatten die USA jahrelang gefahndet, er galt als der meistgesuchte Mann der Welt. Er hatte im Juli 2014 ein sogenanntes "Kalifat" in Syrien und im Irak ausgerufen, in dem zeitweise mehrere Millionen Menschen lebten.