US-Präsident Donald Trump hat den Gouverneur von Kalifornien für die Waldbrände in dessen Bundesstaat verantwortlich gemacht. Trump warf Gavin Newsom vor, in der Forstverwaltung versagt zu haben. Dabei ist der Staat Kalifornien nur für einen kleinen Teil der Wälder zuständig, der Großteil untersteht dem Bund – unter anderem die beiden Stücke, in denen derzeit die größten Feuer wüten.

Trump droht nun damit, Gelder des Bundesstaates einzubehalten. Kaliforniens Gouverneur bitte bei Bränden jedes Mal die Bundesregierung um Hilfe. "Nicht mehr", schrieb Trump nun auf Twitter. Newsom reagierte darauf mit einem eigenen Tweet: "Sie glauben nicht an den Klimawandel. Sie sind aus dieser Unterhaltung entschuldigt."

In einem Interview mit der New York Times hatte Newsom zuvor Trumps Umweltpolitik kritisiert. "Wir führen einen Krieg gegen die zerstörerischsten Brände in der Geschichte unseres Staates – und Trump betreibt einen schonungslosen Angriff auf das Gegenmittel", sagte Newsom.

In Kalifornien wüten seit Wochen Brände. Vergangene Woche rief Newsom den Notstand für den gesamten Westküstenstaat aus. Rund 40.000 Hektar Land wurden bereits zerstört. Mehr als 11.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. 

Die Anwohner durften inzwischen wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Feuerwehrleute hätten den Brand nordwestlich von Los Angeles weiter eingedämmt und alle Evakuierungsanordnungen seien aufgehoben, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Ich würde sagen, wir sind vorsichtig optimistisch."