Ein Bundesgericht in Washington hat Rick Gates, einen früheren Wahlkampfberater von US-Präsident Donald Trump, zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt. Das berichten mehrere US-Medien. 

Laut dem Wall Street Journal hat die Staatsanwaltschaft keine Haft für Gates gefordert. Richterin Amy Berman Jackson habe dennoch eine Gefängnisstrafe verhängt. Der US-Sender CNN berichtete, Gates dürfe seine Haftstrafe verteilt auf eine dreijährige Bewährungszeit an Wochenenden verbüßen. Außerdem müsse er 20.000 Dollar Strafe zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Gates hatte sich im Februar vergangenen Jahres im Rahmen einer Vereinbarung mit US-Sonderermittler Robert Mueller schuldig bekannt, Finanzdelikte begangen und die Bundespolizei FBI angelogen zu haben. Mueller hatte unter anderem untersucht, ob es im Wahlkampf 2016 zu Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Team und Vertretern Russlands gekommen war. Ausreichende Belege zum Nachweis einer Straftat fand er nicht. Die Vorwürfe, die Gates eingeräumt hat, stammen aus der Zeit weit vor dem Wahlkampf. Demnach hatten Gates und Trumps späterer Wahlkampfmanager Paul Manafort Millioneneinnahmen aus Lobbyarbeit für die Ukraine verschleiert.

Manafort verbüßt derzeit eine mehrjährige Haftstrafe. Auch gegen den Trump-Berater Roger Stone, der im vergangenen Monat unter anderem wegen Falschaussage vor dem Kongress verurteilt wurde, sagte Gates aus. Ein Strafmaß wurde noch nicht verkündet. Sechs Personen mit Verbindungen zu Trumps Wahlkampfteam sind seit 2017 wegen Straftaten verurteilt worden oder haben sich schuldig bekannt.