Bei dem iranischen Raketenangriff auf einen US-Luftwaffenstützpunkt im Irak Anfang Januar sind deutlich mehr US-Soldatinnen und Soldaten verletzt worden als bislang angegeben. 34 haben traumatische Hirnverletzungen erlitten, wie ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums mitteilte. Die Hälfte der Betroffenen ist demnach mittlerweile wieder im militärischen Dienst. Die anderen 17 seien weiterhin unter medizinischer Beobachtung, hieß es weiter.  

US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Angriff auf den Stützpunkt Al-Asad in der Nacht zum 8. Januar zunächst gesagt, es sei kein einziger US-Soldat zu Schaden gekommen. Später teilten die US-Streitkräfte mit, mindestens elf Soldatinnen und Soldaten seien verletzt worden. Trump bezeichnete die von den Explosionen verursachten Symptome einer Gehirnerschütterung als "Kopfschmerzen" und sagte, die Fälle seien nicht so schwerwiegend wie Verletzungen, die den Verlust von Gliedmaßen mit sich brächten. 

Mit dem Raketenangriff hatte Teheran auf die gezielte Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff im Irak reagiert. Die Tötung des Generals hatte die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärft und Sorgen vor einem Krieg zwischen den beiden Konfliktparteien geweckt. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt.