Die Türkei hat mit einer Gegenoffensive auf die Tötung von vier türkischen Soldaten in der Provinz Idlib reagiert. Dabei wurden nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdoğan bis zu 35 syrische Soldaten getötet. Der Militäreinsatz dauere an. Laut dem Verteidigungsministerium wurden "mehrere Ziele zerstört". Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von sechs Toten und mehr als 20 Verletzten.
Die Regierung in Ankara reagiert mit ihren Angriffen auf ein Bombardement der syrischen Armee, bei dem vier türkische Soldaten starben. Durch den Artilleriebeschuss in der Provinz Idlib wurden offiziellen Angaben zufolge neun weitere Soldaten verletzt, einer von ihnen schwer.
Derzeit geht die syrische Armee massiv gegen die verbliebenen Aufständischen in der gleichnamigen Provinz im Nordwesten des Landes vor. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad rücken mit Unterstützung der russischen Luftwaffe vor und haben bereits Dutzende Ortschaften eingenommen, darunter die wichtige Stadt Maarat al-Numan. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.
Mehr als bloße Beobachter?
Unmittelbar betroffen ist auch die Türkei, die bereits 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat. Der türkische Präsident hatte zuletzt mit einer Militäroffensive gedroht, sollte die Lage in Idlib nicht sofort geklärt werden. "Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht", so Erdoğan am vergangenen Freitag. Das schließe den Einsatz des Militärs ein.
Dabei sind türkische Soldaten in der Region bereits präsent: In zwölf Beobachtungsposten sollen sie in einigen der von Rebellen gehaltenen Gegenden eine Waffenruhe bewachen, auf die sich Russland, Assads wichtigster Verbündeter, und die Türkei im September 2018 geeinigt hatten. Die syrische Regierung wirft der Türkei dabei vor, Tausenden ausländischen Kämpfern zu erlauben, gegen das syrische Militär zu kämpfen.
Kommentare
Viper01
#1 — vor 1 TagBeruhigen tut mich das nicht!
Fatty McDirty
#1.1 — vor 1 TagWenn beruhigen schon Angriffskriege von Verbündeten...
Der Niederbayer
#2 — vor 1 Tag""Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht", so Erdoğan am vergangenen Freitag. "
Haben die syrischen Truppen gedroht in die Türkei einzumaschieren? Syrien ist jedenfalls nicht Erdogan´s Territorium.
he44
#2.1 — vor 1 TagSyrien noch nicht- aber die sogenannte Schutzzone- die betrachtet Erdogan bestimmt schon als türkisches Territorium.
Und Erdogan braucht innertürkische Zustimmung bei weiter rückläufiger Wirtschaft und einer Inflation die sich sehen lassen kann.
einreh
#3 — vor 1 TagHinter den türkischen Beobachtungsposten sammeln & verstecken sich die Terroristen. Böse Zungen meinen, dass die "Freiheitskämpfer" weiterhin von der Türkei, in jeder Hinsicht, unterstützt werden. Weiterhin braucht Erdogan diese Fachkräfte noch, etliche Hundert wurden bereits nach Libyen gebracht um auch diesem Land die türkische "Freiheit" zu bringen.
Yunus Emre
#3.1 — vor 1 TagDafür haben Sie sicher verlässliche Quellen oder gar Nachweise?
Ach ja,böse Zungen brauchen sowas nicht...
Minilieb
#4 — vor 1 TagSelbstverständlich reagiert die Türkei in Syrien nur auf Angriffe der syrischen Armee...
Wir reagieren immer nur. Immerhin wird auch die Sichtweise der syrischen Regierung (vormals "Regime") dargestellt. Zeit sich von der alten Geschichte zu verabschieden, auch wenn das ohne immensen Gesichtsverlust nicht möglich ist.
Es kann nicht sein das Deutschland Terror unterstüzt. Das geht schon viel zu lange so.
Dre Pome
#4.1 — vor 1 TagMit wie meinen sie hoffentlich die Türkei und nicht uns deutsche oder Europäer