Nach dem Chaos bei den demokratischen Vorwahlen im US-Staat Iowa hat der dortige Parteivorsitzende seinen Rücktritt erklärt. "Fakt ist, dass die Demokraten mehr verdienen, als das, was in der Wahlnacht passiert ist. Als Vorsitzender dieser Partei tut mir sehr leid, was passiert ist, und ich trage für die Demokratische Partei Iowa die Verantwortung für das Scheitern", schrieb Troy Price in seinem Kündigungsschreiben. 

Bei der Vorwahl in Iowa vergangene Woche hatte ein technischer Fehler in einer Wahl-App die Übermittlung von Daten behindert. Erst knapp eine Woche nach der Wahl gaben die Demokraten in Iowa bekannt, dass Ex-Bürgermeister Pete Buttigieg mit einem knappen Vorsprung von zwei Delegierten vor Senator Bernie Sanders gelandet war. Sowohl Sanders als auch Buttigieg forderten eine teilweise Überprüfung der Ergebnisse

"Während es mein Wunsch ist, in dieser Rolle zu bleiben und den Prozess zu Ende zu führen, glaube ich, dass es Zeit für die Demokratische Partei in Iowa ist, nach vorn zu blicken, und meine Präsenz in meiner derzeitigen Position macht das schwieriger", schrieb Price.  

Bereits am Samstag solle bei einer Sondersitzung des Parteivorstands ein neuer Interimschef gewählt werden. Dieser soll dann auch die noch laufende Überprüfung der Ergebnisse der Vorwahl vom 3. Februar leiten.

Die zweite Vorwahl der Demokraten am vergangenen Dienstag in New Hampshire verlief ohne Pannen. Dort siegte Sanders mit knappem Vorsprung vor Buttigieg. In New Hampshire wurde anders als in Iowa durch Abgabe von Stimmzetteln gewählt. In Iowa wurde per sogenanntem Caucus abgestimmt. Dabei kommen die Wähler in Schulen, Gemeindesälen, Sporthallen und Privathäusern zusammen und stellen sich in eine Ecke, die mit dem Namen ihres Kandidaten markiert ist.